24.12.2021 |Wien| Isabella Haag

Eine Weihnachtsgeschichte – eine Rampe für Josef

Im Oktober fand die 9. Freiwilligenmesse im Wiener Rathaus statt. Neben vielen Highlights wie der großen Besucher*innenanzahl und dem gut besuchten Rahmenprogramm hat uns im Nachhinein eine Geschichte erreicht. Wie so oft waren zwei Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort – auf der Freiwilligenmesse.

Der Kiwanis Club Wien Belvedere ist seit 2014 bei der Freiwilligenmesse freiwillig kulinarisch engagiert. Mit kalten und warmen Speisen, sowie Getränken bedienen sie Gäste und Aussteller*innen. Der Reinerlös wird, wie bei allen Events der Kiwanis zu 100% an bedürftige oder benachteiligte Kinder gespendet. Dieses Jahr wurden auf der Freiwilligenmesse dadurch 4350 Euro eingenommen. Das Geld wird anschließend nach einer genauen Prüfung übergeben.

Dieses Jahr sind die Kiwanis auf einen Buben von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen aufmerksam geworden. Die Präsidentin Frau Beate Kosz wurde bei der Recherche, für wen die Einnahmen gespendet werden sollten, auf die Situation des kleinen Josef aufmerksam.

(c) Manfred Rienössl

Josef ist 10 Jahre alt und durch einen Sauerstoffmangel bei der Geburt mehrfach behindert. Er ist fast vollblind und sitzt im Rollstuhl. Da Josef immer größer und schwerer wird und er mehrmals die Woche zur Therapie geführt werden soll, wäre der Umbau des Familienautos mit einer Rampe sehr hilfreich. Auch der Umbau für ein behindertengerechtes Bad wäre sehr wichtig.

Nach vorgelegten Kostenvoranschlägen haben sich die Kiwanis entschieden, die Kosten von 4350 Euro für den Umbau des Autos zu übernehmen. Josefs Vater erzählt, dass er es gar nicht fassen kann, dass sich die Kiwanis einstimmig für Josefs Autorampe entscheiden haben.

„Es war eine ganz große Überraschung, als Frau Kosz mit der guten Nachricht an uns herangetreten ist! Ein großes Weihnachtsgeschenk!“, so Josef’s Vater.

Buffet der Kiwanis auf der Freiwilligenmesse

Die Freude der Familie Rienössl ist enorm, und eine überaus herzliche Dankesmail an die Kiwanis hat sowohl Herzen erwärmt als auch sie bestärkt, mit möglichst vielen Events ein Lächeln in Kinderherzen zu zaubern.

Mittlerweile wurde die Rampe schon bestellt und laut Josefs Vater werden die Teile voraussichtlich im Jänner geliefert werden. Dann kann der Anbau der Rampe beginnen, welche hoffentlich eine große Erleichterung für die Familie bringen wird. Dies kann sich jedoch verzögern, da die Firma Rampen für Rettungswägen macht und gerade verstärkt im Einsatz ist. Immer wieder bringt die Freiwilligenmesse Hilfesuchende und Helfende zusammen!

Wir wünschen allen frohe Weihnachten und ein besinnliches Fest im Kreis der Familie!

Persönliche Geschichten

Mehr aus der Kategorie „Service“

Lernen ist mehr als Schule

Lernen ist mehr als Schule

Gerade hat die Schule wieder angefangen, doch was oft vergessen wird, ist, dass auch nach dem obligatorischen Vormittag im Schulgebäude viel Schüler*innen Unterstützung benötigen. Ob bei den Hausübungen oder bei…
medical-4929815_1920

Helfen wir uns! Gemeinsam gegen Corona

In Tagen von globalen Krisen, wie wir sie gerade erleben, braucht es umso mehr Solidarität, Unterstützung und Zusammenhalt. Social distancing und der 2m Abstand erschwert Freiwilliges Engagement, macht es aber…